Boden und Wasser: Risiken und Belohnungen beim Recycling von Abwasser

Bereits vor einem Jahrhundert erkannten die Landwirte im Vorstaat Israel, dass sie Methoden und Methodik entwickeln müssen, um eine sinnvolle landwirtschaftliche Produktion zu entwickeln und die wachsende Bevölkerung zu ernähren, um die unwirtliche Geographie und das Klima des Landes zu überwinden. Mehr als die Hälfte der Landfläche Israels besteht aus Wüste und nur 20 Prozent sind auf natürliche Weise landwirtschaftlich nutzbar. Die Wasserressourcen sind knapp und die Regenmenge schwankt von Jahr zu Jahr stark.

Ihre bahnbrechende Lösung - das Recycling von Abwässern für die Landwirtschaft - machte einen dramatischen Unterschied.
Unglaubliche 95 Prozent des israelischen Abwassers werden behandelt; 80 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt und der Rest geht sauber in die Natur zurück. So beeindruckend es klingt, es ist eine Herausforderung, dieses Wasser so sauber zu machen, dass es verwendet werden kann. Aufbereitetes Wasser hinterlässt eine Reihe organischer Schadstoffe im Boden, darunter Pestizide, Herbizide und sogar Antibiotika. Mit behandeltem Abwasser bewässerte Pflanzen absorbieren und akkumulieren pharmazeutische Wirkstoffe, die dann in die Nahrung gelangen können.
„Auch das recycelte Abwasser von höchster Qualität enthält Spurenelemente von Schadstoffen, die nicht reguliert sind“, sagt Benny Chefetz, Professor für Umwelt- und Bodenchemie am Department für Boden- und Wasserwissenschaften. Er und sein Team vom Kompetenzzentrum für Landwirtschaft und Umweltgesundheit, das er auch leitet, widmen sich intensiv der Bestimmung, wie diese Schadstoffe unter landwirtschaftlichen Feldern in das Grundwasser gelangen, und der Untersuchung ihrer Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere und Menschen.

Ihr Ziel ist es, eine zuverlässige Technik zu entwickeln, mit der die aus dem Trinkwasser gewonnenen Arzneimittel erkannt und gemessen werden können, während gleichzeitig die Effizienz des Recyclingprozesses gesteigert wird.


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