Die Hebräische Universität heute

Die Hebräische Universität heute

Es gibt heute an den sieben Fakultäten der Hebräischen Universität 12 Lehrinstitute und zirka 100 Forschungsinstitute. Wissenschaftler der Hebräischen Universität zählen international zu den Spitzenforschern – von der Biotechnologie und den Computerwissenschaften über Astrophysik und Krebsforschung bis hin zu Mikrobiologie und Sonnenenergie. Die Universität hat mehrere Exzellenzzentren, darunter die Zentren für Deutsche Geschichte, Neuronale Computerwissenschaften, Bioinformatik, Nanotechnologie und Umweltwissenschaften.

Die Fakultäten für Geisteswissenschaften und für Sozialwissenschaften konzentrieren sich auf Forschung und Lehre der unterschiedlichsten Kulturen, Gesellschaften und Religionen der Menschheit. Jüdische Studien sind ein zentraler Bereich der akademischen Arbeit, doch es gibt auch wichtige Forschungszentren im Bereich des Islam, der Kulturen des Mittleren und Fernen Ostens sowie des Christentums.

Die Hebräische Universität ist auf vier Standorte verteilt, von denen drei in Jerusalem liegen und einer in Rehovot. Dem Lehrkörper der Universität gehören über 1.200 Dozenten an. Rund 24.000 Studenten sind an der Universität immatrikuliert – darunter 12.000 in BA-Studiengängen, 7.050 in MA-Studiengängen, 2.650 Doktoranden und 1.200 Studenten an der Rothberg School for Overseas Students und weitere in anderen Programmen. Neben der Grundlagenforschung betreibt die Universität seit jeher auch anwendungsorientierte Forschung. Nahezu 1/3 der wissenschaftlichen Forschung im zivilen Bereich in Israel werden an der Hebräischen Universität durchgeführt. An der Universität laufen zur Zeit ungefähr 3.500 Forschungsprojekte, zirka 500 neue Projekte kommen jährlich hinzu. 16% der Forschungsarbeit an der Universität münden in Anwendungen in der High-Tech-Industrie. Der Forschungshaushalt der Hebräischen Universität betrug im Jahre 2005/06 insgesamt 100 Millionen US$, was in etwa einem Drittel der gesamten Forschungsaufwendungen aller israelischer Universitäten entspricht.

Die Hebräische Universität ist einer der Hauptpartner bei international finanzierten Forschungsprojekten mit arabischen Nachbarländern und palästinensischen Instituten, vor allem in den Bereichen der Konfliktforschung, der Landwirtschaft und der Umweltwissenschaften. Davon werden gegenwärtig 12 solche Projekte in Kooperation mit deutschen Wissenschaftlern aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Mit Deutschland unterhält die Hebräische Universität ein dichtes Netz von Kooperationen. Zudem verfügt sie über die höchste Anzahl von Minerva Zentren in Israel.

 

 

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