Die Geschichte des deutschen Freundeskreises

Gegründet auf Initiative des in den 50er und 60er Jahren bekannten Bankiers Walter Hesselbach, hat sich der Bundesverband der Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem anfangs als Dachverband für regionale Freundeskreise verstanden. Die regionalen Freundeskreise, die sich in den Ballungszentren Westdeutschlands als jeweils eigenständige Vereine etablierten, wollten ihren Beitrag zur Versöhnung zwischen dem jüdischen und dem deutschen Volk leisten. Ansatz hierfür war vor allem, die Zusammenarbeit zwischen deutschen Universitäten und der Hebräischen Universität Jerusalem (HUJ) zu fördern, um auf diese Weise Türen für eine neue Verständigung zu öffnen.

Schon bei ihrer Gründung, aber besonders durch den Zuwachs an bedeutenden Wissenschaftlern in den Jahren zwischen 1933 und 1945, die vor dem Naziregime flüchteten, war die HUJ stark von deutschem Denken geprägt. Die Naturwissenschaftler, Literaten und anderen Forscher deutscher Herkunft haben wesentlich zum Ruf und zur Qualität der Hebräischen Universität Jerusalem beigetragen. Diese Verbindung griffen die deutschen Freundeskreise auf, die sich erfolgreich um den Austausch unter den Professoren, aber auch unter den Studenten bemühten.

Inzwischen haben sich die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland so verbessert, dass eine Vielzahl von Universitäten in Deutschland in direktem Kontakt mit der Hebräischen Universität Jerusalem steht. So findet heute reger Austausch unter den Wissenschaftlern und Studenten beider Länder vielfach direkt und nur noch selten Dank der Vermittlung des Freundeskreises statt.

Vor einigen Jahren wurde daher beschlossen, den Bundesverband von einer passiven Dachorganisation in einen aktiven, bundesweit tätigen Verein umzuwandeln. Das Büro befindet sich seit 2014 in Berlin.

Vordringliches Ziel des Freundeskreises ist es heute, die Forschungs- und Lehrtätigkeit der Universität Jerusalem finanziell zu unterstützen. Die Aktivitäten des Vereins wie Wohltätigkeitsveranstaltungen und Spendenaktionen finden in der gesamten Bundesrepublik statt.

Zwingend nötig sind aber vor allem die Hilfe von Sponsoren und Gönnern und die fortwährende Hilfe durch Mitgliedsbeiträge.

Spender haben die Möglichkeit, von kleinen Beträgen angefangen bis zur Übernahme von Forschungsprojekten, Errichtung von Lehrstühlen und entsprechenden universitären Gebäuden der Universität finanzielle Hilfe zu leisten. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, Stipendien – oder Wissenschaftsfonds – an der Universität im Namen der Spender oder im Namen anderer Begünstigter einzurichten. Über den Freundeskreis ist der Erhalt einer Spendenquittung möglich.