Die Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem in Deutschland

Schon seit ihrer Gründung war die Hebräische Universität Jerusalem (HUJ) stark durch deutsche Wissenschaftler geprägt, verstärkt durch den Zuwachs an bedeutenden Wissenschaftlern in den Jahren zwischen 1933 und 1945, die vor dem Naziregime flüchteten. Diese Natur- wie Geisteswissenschaftler deutscher Herkunft haben durch ihre Forschung wesentlich zum hervorragenden Ruf der Hebräischen Universität Jerusalem beigetragen. Die deutschen Freunde griffen diese Verbindung auf und bemühten sich erfolgreich um den Austausch unter Professoren wie auch Studenten.

Inzwischen arbeitet die HUJ mit vielen deutschen Universitäten zusammen und es findet ein direkter reger Austausch unter Lehrenden und Lernenden beider Länder statt.

Die Aktivitäten des Vereins finden in der gesamten Bundesrepublik statt. Das Ziel des Freundeskreises ist es, Forschung und Lehre in der HUJ ideell und finanziell zu unterstützen, um den Austausch von deutschen wie israelischen Professoren und Studenten zu intensivieren.

Dieses ist nicht möglich ohne unsere Freunde und Förderer, die mit kleinen Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Großspenden und durch die Übernahme von Forschungsprojekten helfen, unsere Ziele zu verwirklichen.

Die Hebräische Universität Jerusalem dankt dieses in vielfacher Weise; so besteht die Möglichkeit, Stipendien über Forschungsprojekte der Universität im Namen der Spender (oder der von diesen Benannten) einzurichten oder Räumlichkeiten – seien es Vorlesungssäle oder ganze Gebäude – nach dem Namen der Spender zu benennen.

Für jede Spende erhalten Sie eine Spendenquittung, die steuerlich absetzbar ist.

Deutscher Verband zur Förderung der HUJ 1925-1938

Die Förderung der Hebräischen Universität Jerusalem hat eine fast 100jährige Geschichte: Der Deutsche Verband zur Förderung der Universität Jerusalem warb schon ein Jahr nach der Gründung der HUJ im Jahr 1925 um Mitglieder und um „einen von Ihnen nach eigenem Ermessen zu bestimmenden Jahresbeitrag“. Für den Vorstand unterzeichnete unter anderen Rabbiner Dr. phil. Leo Baeck. Die Liste der Namen der Mitglieder des Werbeausschusses liest sich wie ein Auszug aus dem Who’s who der bedeutenden Persönlichkeiten der 20er Jahre: Martin Buber, Max Liebermann, Lesser Ury, Arnold Zweig, Stefan Zweig und viele andere.

Der frühere Präsident der Hebräischen Universität Jerusalem, Prof. Hanoch Gutfreund, merkte zur Geschichte dieses Aufrufs an:           
„Es begann sehr bescheiden mit einer Initiative, die vor allem von russischen Juden ausging, die nach Berlin immigriert waren. Sie waren die ersten, die Geld sammelten. Wir haben die Namensliste und wissen vieles darüber. Aber das war ein sehr bescheidener Anfang. Was dann im Februar 1926 passierte, hatte einen völlig anderen Umfang und eine andere Dimension. Wir wissen, dass Chaim Weizmann bereits gute Kontakte mit Albert Einstein unterhielt. Und Albert Einstein war ein Mitglied dieser ersten Gruppe. Wir haben dort Philosophen. Wir haben Franz Rosenzweig – einen der Begründer der modernen Soziologie. Wir haben Bankiers wie Oscar Wassermann dort – eine bekannte Figur in der Deutschen Bank seiner Zeit…“

Dieser Verband existierte bis zu seinem Verbot durch die Nazis Ende der Dreißiger Jahre und half erheblich beim Aufbau der Hebräischen Universität Jerusalem.

Um die Zusammenarbeit zwischen deutschen Universitäten und der Hebräischen Universität Jerusalem zu fördern und auch die Verständigung und das gegenseitige Verständnis zu erneuern, bildeten sich in den 50er und 60er Jahren in Deutschland regionale Freundeskreise als jeweils eigenständige Vereine unter dem Dach des Bundesverbandes der Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem. Die Mitglieder der regionalen Freundeskreise schlossen sich 2014 zu dem Verein der Freunde der Hebräischen Universität e.V. in seiner heutigen Form zusammen, der nun seinen Sitz in Berlin hat.